Programm 2011

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Das c-base Open Moon-Projekt

Der c-rover
Das c-base Open Moon-Team ist auf dem Weg zum Mond! Open Source-Projekte wie freie Betriebssysteme und Wikipedia haben es vorgemacht: Wenn alle mitmachen, kann das die Welt verändern! Das Open Moon-Projekt soll zeigen, wie die private Raumfahrt gelingen kann. Dafür nimmt das Team am Google Lunar X Prize teil, einem Wettlauf zum Mond. Aufgabe ist es, eine unbemannte Rakete zum Mond zu schicken, sicher zu landen, mit einem Fahrzeug 500 Meter zurückzulegen und Daten zur Erde zu senden. Bis zum 31. Dezember 2012 sind dafür 20 Millionen US-Dollar ausgelobt, danach erhält der Gewinner bis Ende 2014 noch 15 Millionen US-Dollar. Das Wettkampfteam erklärt bei uns, wie es seinen Mondrover zum Fahren bringen will!

Poetry Slam

Wir haben auf Euch gehört! Vor zwei Jahren haben wir Euch den SF-Poetry Slam noch als Überraschungsshow präsentiert. Jetzt wird er erstmals als angekündigtes Turnier stattfinden. Auf jeden Fall ist er wieder im Programm, so wie es sich viele von Euch gewünscht haben. Diesmal konnten wir den erfahrenen Slam-Organisator David Grashoff von den Wuppertaler Wortpiraten für die Moderation gewinnen. Der Sieger des letzten Turniers, Torsten Sträter, wird versuchen, seine Trophäe, den „roten Horst“ zu verteidigen. Doch die Herausforderer sind zahlreich, begabt und innovativ. Seid dabei, wenn die gereimte Phantastik bei uns die Wände wackeln lässt!

Nydenion

Dieses Projekt ist sicherlich das ambitionierteste und am weitesten gediehene Independant-SF-Filmprojekt in Deutschland. Seit 1997 arbeiten Regisseur Jack Moik und sein Team in einer Marburger Lagerhalle an Ihrer Saga von Krieg und Frieden im interstellaren Raum. Anstelle von Computergrafik kamen bei den Dreharbeiten liebevoll gebastelte Modelle zum Einsatz. Zahlreiche Kommentatoren bescheinigen dem Projekt eine professionelle Bildgestaltung. Seit 2005 sind die Dreharbeiten abgeschlossen. Die Post-Production-Phase läuft. Eine Premiere im Jahr 2010 war bereits angepeilt. Wann wird der ganze Film zu sehen sein? Und wo? Erstmals seit mehreren Jahren wird der Regisseur für die Beantwortung dieser und anderer Fragen selbst zur Verfügung stehen!

Cyberpunk vs. Anime

Ein beliebtes und wegweisendes Genre der modernen SF ist der Cyberpunk, der besonders (aber nicht nur) im japanischen Anime seine Verbreitung fand. Wir laden daher zu einem kleinen Rundgang durch die letzten drei Jahrzehnte ein, um zu erkunden, wie sich Filme zu diesem Thema in Ost und West entwickelt haben und wo die Reise noch hingehen mag. Lars Adler liefert Euch dazu zahleiche Beispiele.

Das Ende der Space Shuttle-Ära

Space Shuttle
Sie fliegen nicht mehr. Die Raumfähren Discovery, Atlantis und Endeavour sind aus dem Betrieb genommen und das Shuttle-Programm damit endgültig beendet worden. Hochfliegende Pläne hatte die NASA für die Zeit angekündigt, die jetzt anbricht. Mit dem Orion-Raumschiff sollte eine Mondbasis aufgebaut und der Mars erreicht werden. Das alles ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Wie geht es also weiter in der amerikanischen Raumfahrt? Bleiben die USA führend oder werden Sie von neu herangereiften Raumfahrtnationen überholt? Matthias Pätzold beobachtet die internationale Raumfahrt seit Jahren kenntnisreich und wird über die nähere Zukunft der NASA berichten.

Leben und Werk von Robert Sheckley

Früher hieß es, Science Fiction werde nur mit zusammengebissenen Zähnen geschrieben. Zu den Autoren, die dieses Bild geändert haben gehört mit Sicherheit ein Meister der Satire und des schwarzen Humors: Robert Sheckley. In den 1950er und 60er Jahren prägte er die englischsprachige Science-Fiction-Literatur maßgeblich mit und verhalf insbesondere der Kurzgeschichte zu neuer Blüte. Er war ein zorniger junger Mann, der die Doppelmoral seiner Zeit in subtilen Geschichten angriff und satirisch überhöhte. Die sozialisierte und damit legalisierte Kriminalität wurde eines seiner Grundthemen. Besonders die Story „The Price of Peril“, die Wolfgang Menge fulminant unter dem Titel Das Millionenspiel verfilmte zeigt dies auf. Doch es gibt auch den unbekannten Robert Sheckley, den Autor des Romans Options in dem der Raumfahrer Tom Mishkin surreal anmutende und philosophische Abenteuer erlebt. Hardy Kettlitz und Christian Hoffman haben das Werk des Altmeisters für die Reihe SF-Personality durchgeschaut und werden es Euch kenntnisreich präsentieren.

Horror-Punk: Von Kutulu bis Tarantula

Seit einiger Zeit gibt es eine neue Facette in der Musik: Den Horror-Punk. Schnelle, harte Musik mit Texten, die zum Gruseln sind, nein, die Gänsehaut bereiten. Dazu schmücken sich die Musiker gerne mit passenden Outfits für die Live-Auftritte: Mumien und Zombies an Gitarre und Bass. Bands wie Der Fluch, die Murderdolls, The Other, The Vision Bleak und Bloodsucking Zombies From Outer Space stehen für diese Stilrichtung mit Titeln wie Hyde Inside, Tarantula, Kutulu und Ich bin der Fluch. Nach einer kurzen Herleitung der Musik aus dem Punk als Protestbewegung gibt es etwas auf die Ohren und die Augen. Vielleicht kommt auch eine Live-Gitarre zum Einsatz, wer weiß? Es wird laut und es wird gruselig. Gänsehaut ist garantiert (Spaß auch) und das Ganze ist erst frei ab 18!