Ehrengäste 2007

Nancy Kress

Nancy KressNancy Kress
schreibt seit 1976 Science Fiction, zuerst in Form von Kurzgeschichten, die in Magazinen veröffentlicht wurden. Nebenbei arbeitete sie als Lehrerin, Universitätsdozentin und Werbetexterin. Ihre Novelle „Beggars in Spain“ (dt. „Bettler in Spanien“) brachte ihr 1991 den Durchbruch. Die bewegende Geschichte um genetisch veränderte Menschen, die nicht mehr schlafen müssen, brachte ihr einen Hugo und einen Nebula ein und mündete in eine Romantrilogie (Beggars in Spain, Beggars and Choosers, Beggars Ride).
Auch bei Ausflügen ins Thriller-Genre, das – genau wie die Fantasy – zu ihrem Repertoire gehört, blieb Nancy Kress ihrem Lieblingsthema treu: den zukünftigen Möglichkeiten der Gentechnologie. In Oaths and Miracles (dt. Verico Target) geht es darum, wie die Mafia die Biotech-Industrie infiltriert. In Stinger wird in Maryland eine gefährliche neue Variante der Malaria freigesetzt.
Der geneigte Hard-SF-Fan kann die Autorin inzwischen auch auf traditionellen Themenfeldern erleben. Mit Probability Moon (dt. Sternspringer), Probability Sun und Probability Space gibt es eine neue Trilogie von ihr, in der Quantenphysik, ein Krieg im Weltraum und die Frage der Realität eine Rolle spielen. In den Romanen Crossfire (dt. Kontakt) und Crucible (dt. Feuerprobe) geht es um die Verständigung mit Aliens, deren Gedankenwelt kaum zu begreifen ist. In Nothing Human schließlich werden die Nachkommen der Menschheit genetisch gezüchtet, weil nur sie in einer zerstörten Umwelt überleben können.
Nach nur vierjähriger Ehe starb Nancys zweiter Ehemann, der SF-Autor Charles Sheffield 2002 an einem Gehirntumor. Seitdem lebt sie in Rochester im Staat New York in der Nähe ihrer beiden erwachsenen Söhne aus erster Ehe und langjähriger Freunde.
Nähere Informationen über die Autorin gibt es auf ihrer Homepage unter http://www.sff.net/people/nankress/.

Kai Meyer

Kai MeyerKai Meyer
wurde 1994 durch sein Buch Die Geisterseher einem großen Publikum bekannt. Der Plot um eine Verschwörung im Jahre 1805, in der Goethe, Schiller und die Gebrüder Grimm als handelnde Personen auftreten, bewies sofort Meyers erzählerisches Talent. 1998 folgte Die Alchimistin mit rund 200.000 verkauften deutschen Exemplaren.
Meyer ist Jahrgang 1969 und wurde in Lübeck geboren. Er studierte einige Semester Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, brach das Studium dann aber zugunsten eines Volontariats bei einer Tageszeitung ab. In den folgenden Jahren arbeitete er als Redakteur und widmete sich nebenher der Schriftstellerei. Seit 1995 arbeitet er ausschließlich als Autor und hat seitdem über 40 Romane veröffentlicht, darunter die beiden Bestseller-Trilogien um Die fließende Königin und Die Wellenläufer. Übersetzungen erscheinen in siebzehn Sprachen. Zu Hause fühlt sich der Autor sowohl in den Genren Fantasy und Horror als auch im historischen oder Abenteuer-Roman. Die Science Fiction hat er mit seinem Roman Hex gestreift, einer deutschen Akte X-Variante aus der Zeit der Weimarer Republik, in der es nicht nur um Verschwörungen und Geheimbünde sondern auch um Luftschiffe und Ufos geht. Stets sind seine Plots überraschend, packend, unterhaltsam und spannend. Dabei recherchiert der Autor alle Details der von ihm beschriebenen Epoche genau, um sie anschließend liebevoll zu beschreiben.
Kai Meyer lebt heute zurückgezogen in einem kleinen Städtchen in der Eifel.
Nähere Informationen über den Autor gibt es auf seiner Homepage unter http://www.kaimeyer.com/.

Mario Moritz

Mario MoritzMario Moritz
Stille Wasser sind tief. Unser Grafikehrengast, Mario Moritz, der sich nach eigener Aussage nur als 'kleiner Stern am deutschen SF-Himmel' bezeichnet, scheint so ein stilles Wasser zu sein. Schaut man sich aber die Liste seiner Aktivitäten und Vorlieben näher an, dann scheint es, als sei er ein Quell unerschöpflicher Kreativität.
Der heutige Cottbusser wurde 1960 in einer Armee-Siedlung geboren, flüchtete aber schon bald auf den Schwingen der SF-Literatur und eigenständiger Phantasie in andere Dimensionen.
Mario Moritz: Rote SonneMario Moritz: Rote Sonne
1979 legte er den Zeichenstift beiseite und verlegte sich für die nächsten Jahre aufs Komponieren, besang so den Wehrdienst, die erste Stelle als „Maschinist“ im KW Jänschwalde, sowie die wahre Liebe, die er 1982 ehelichte.
In dieser Zeit entdeckte Mario Moritz auch die Welt der Computer für sich, vertiefte sich zunächst in das technische Verständnis und verknüpfte ab 1999 die Technik mit der wieder entdeckten Liebe zur Malerei. Zur Umsetzung seiner Phantasie benutzt er mit Vorliebe das Terraforming-Programm BRYCE. Ab 2001 begann er regelmäßig Cover für diverse Kleinverlage zu entwerfen. Den Anfang machte die 'Korsair'-Reihe des GO-Verlags. Inzwischen ist er nach diversen anderen Projekten beim Blitz-Verlag für die 'Titan'-Reihe tätig.
Anscheinend hat die Illustrationsarbeit die Lust am selbst-geschriebenen Wort geweckt. Seit 2003 veröffentlicht er Kurzgeschichten – mit Erfolg. So brachte ihm bereits 2004 die Story 'Die letzte BIOFORM' eine Nominierung für den Kurd-Laßwitz-Preis ein.
Dass er nebenbei mit dem Cottbuser Planetarium zusammenarbeitet, dort Programme mitgestaltet oder eigene Ausstellungen hat – davon wird er sicher gerne persönlich erzählen.
Nähere Informationen über unseren Grafikehrengast gibt es auf seiner Homepage unter http://www.sf-welten.de/.